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Mittwoch, 22. Mai 2013

Improvisation ist alles............

Letzte Woche hatte das Schwiegerkind ein paar Nächte bei uns verbracht, da die Bahn mal wieder angekündigt morgens sehr unregelmäßig fahren sollte. So war da nicht sicher gewesen, ob oder wie sie hätte aus Berlin zu uns kommen sollen. Also blieb sie gleich über Nacht. Der Mangold hatte den Winter sehr gut im Beet überstanden und musste dringend geerntet werden................

..............und so beschlossen wir beide spontan, zum Abendessen eine Mangold-Quiche zu "zaubern"...........

...........also wurde der Mongold und frische Kräuter für die Füllung geerntet............

......und damit die frische Ernte auch wirklich frisch blieb, haben wir den Korb erstmal mit einem nassen Handtuch abgedeckt.......
 
......aus einem alten Kochbuch haben wir uns ein Rezept für Mürbeteig herausgesucht - das vermutlich bis heute sich nicht geändert hat (nein, den kann ich nicht auswendig, auch wenn es wohl für die geübte Köchin ein absoluter Klassiker ist (wie ich schon öfters erwähnt habe, gehört backen nicht zu meinen größten Talenten) :
1 Pfund / 500gr Mehl
1/2 Pfund / 250gr Butter (alternativ lt. Kochbuch 1/4 Pfund / 125gr Butter & 1/4Pfund / 125gr Schweineschmalz)
1/2 Pfund / 250gr Zucker (wir haben stattdessen natürlich etwas Salz genommen, denn es sollte ja ein herzhafter Teig werden)
2 ganze Eier (Tip laut Kochbuch: statt der 2 ganzen Eier wird der Teig noch mürber, wenn man 4 Eidotter / Eigelb nimmt (für diese Variante hatten wir uns entschieden)
1Eßlöffel Sahne oder Milch (wir haben uns aber für Wasser entschieden).......

......also wurde alles erstmal auf dem Tisch abgemessen, abgewogen und abgezählt zurechtgestellt........
 
..........und dann ging es los: zuerst haben wir das Mehl in die Schüssel gesiebt und das Salz dazugegeben.........
 
......dann wurde die weiche Butter in kleinen Stücken dazugegeben und die 4 Eigelb mit dem Wasser verrührt und ebenfalls in die Schüssel geschüttet........

...........dann musste der Teig zügig so lange geknetet werden, bis eine "trockene" Kugel entstanden war. Die haben wir in Klarsichtfolie eingschlagen und zum herunterkühlen in den Kühlschrank gelegt..........

.............dann hab ich mich an die Kräuter für die Füllung gemacht - ich hatte von allen im Garten wachsenden Kräutern einige Triebe geschnitten und der Duft der frischen Kräuter erfüllte die Küche - ich LIEBE  diesen Duft frischer Kräuter !.....
 
..........der Reihe nach wurden nun die Kräuter kleingeschnitten und in einer Schüssel vermengt. Da ich grundsätzlich immer mehr Kräuter schneide als für das entsprechende Gericht oder Venaigrette nötig sind, friere ich die zuviel geschnittenen Kräuter kleingeschnitten ein und so wächst dann im Sommer der "Wintervorrat" heran, damit wir auch im Winter dann immer frische Kräuter zur Hand haben........

............Danach ging es dem Mangold an den "Kragen". Erstmal wurde der Mangold gründlich waschen, damit nicht nachher noch ausversehen Schnecke "Finchen" oder Gartenerde mit in der Pfanne landen würden........

.........danach wurde der Mangold (nur die Blätter ohne die Stiele) in feine Streifen geschnitten........

.....und kam mit etwas Olivenöl und einigen kleingeschnittenen Knoblauzehen in die Pfanne, wurde mit Salz überstreut und angeschwitzt.......
 
......und dann kam der grosse Schreck: wir hatten für die Füllung der Quiche weder Sahne, noch Cremefraiche oder Schmand im Kühlschrank. Ich war felsenfest davon überzeugt gewesen: ALLES IST DA (und natürlich nicht vorher den Kühlschank kontrolliert)  - also ist der Held los und hat abends um 22 Uhr noch versucht, zumindest einen Teil dieser Zutaten an der Tankstelle zu bekommen - keine Chance bei uns hier auf dem Lande. Na, und um diese Uhrzeit brauchte ich auch die Nachbarin nicht mehr fragen - die lagen vermutlich schon in den Federn. Also haben wir kurzerhand umdisponiert und das Beste aus der Situation gemacht. Half ja nichts - wir wollten ja nicht hungrig zu Bett gehen. Also kam die Teigkugel für eine spätere Verwendung ins Eisfach und aus dem Mangold sollte Gemüserührei mit Butterbroten werden, denn für das Rührei war ja alles da und wurde bereit gestellt:
für jeden 3 Eier
Parmesan und alter Gouda zum reinreiben
Salz & frischer Pfeffer aus der Mühle (ich bin ein absoluter "Pfefferjunkie" - ohne frisch gemahlenen Pfeffer geht es bei uns nicht (selbst wenn wir auf Reisen sind, hab ich immer eine kleine "Reisepfeffermühle" dabei und wenn es in einem Restaurant keine Pfeffermühle zum Salat gibt, dann bekomme ich schlechte Laune)
ein paar Esslöffel frische Milch
etwas Olivenöl
UND natürlich die frischen Kräuter..............

......alles wurde miteinander vermengt..........
 
............und abschliessend der geriebene Käse unter die Eimasse gehoben.......
 
.......es wurden noch ein paar reife Tomaten kleingeschnitten und zum angedünsteten Mangold gegeben.........

....dann kam die Ei/Käsemasse drüber und alles wurde so lange in der Pfanne gerührt, bis die Eimasse gestockt war. Alles wurde auf die Teller verteilt und zur Krönung nochmals mit etwas Olivenöl übertreufelt.........
 
............. Endlich konnten wir essen (es war ja auch mittlerweile fast 23 Uhr) ABER es hat vorzüglich geschmeckt. Das Essen war SO zwar improvisiert, aber jammern hätte ja auch nicht geholfen. Und so hatten wir (das Schwiegerkind und ich zumindest, denn der Held hatte in der Zeit, als wir uns in der Küche vergnügt hatten, Pakete gepackt) trotzdem einen ganz wunderschönen und lustigen "Mädelsabend" und irgenwann werden wir dann wohl doch noch "unsere" Quiche zaubern - liebe Grüße an Euch alle - Eure Jacqueline

Dienstag, 21. Mai 2013

Es wurde wieder einiges geschafft..............

........ich hoffe, Ihr hattet alle ein wunderschönes Pfingstwochenende und habt die freien Tage genossen. Ich weiss, in vielen Gegenden in Deutschland hat es geregnet - wir hatten hier Glück und wurden mit Sonne satt verwöhnt. Sonntag / Montag war ich alleine hier gewesen - der Held war auf einer Hochzeitsfeier und hat mich dort mit vertreten. Wie gerne wäre ich mitgefahren - ABER, hier hatte so viel Arbeit auf mich gewartet, da hätte ich die Feier nicht geniessen können. Also hab ich aus der Not eine Tugend gemacht und einiges hier weggeschafft und war dann nachmittags wenigstens für ein paar Stunden im Garten gewesen.........
 
............. So ist auch im Gemüsegarten wieder ein Beet / Ziegelbeet fertig geworden............

.......Nun soll der Blog ja nicht zu einem "Gartenblog" mutieren, aber einige von Euch hatten mich angeschrieben, ob denn die Ziegel  (wie) überhaupt "von alleine" halten / stehen. Und so hab ich diesmal nebenbei auch Fotos gemacht - sozusagen eine bildliche "Bauanleitung": Um die Beete (halbwegs) gerade zu bekommen, wurde eine Richtschnur gezogen und darunter eine halbe "Spatentiefe" die Erde in einer Linie ausgehoben...........

.........dann hiess es Dachziegel heranschleppen, immer nacheinander jeden Ziegel in die Rinnen reinstellen und gleich mit Erde wieder von beiden Seiten fixieren. So werden alle vier Beetseiten aufgebaut.........

......
 
........Anschliessend im Innenraum die alte Erde glattharken und dann wurde alles dick mit Rinderdung-Pellets bestreut. So kann man nun in einem Arbeitsschritt die Pelletts mit dem Gartenschlauch kräftig einfeuchten und auch gleich die Ziegelsteine mit besser fixieren / einschlemmen. Denn durch das Wasser legt sich die Erde gut an die Ziegel und die Ziegel können nicht mehr umkippen. ..............

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.......danach wurde das Beet mit abwechselnd einer Lage frischer Pflanzerde, wieder einer Schicht Rinderdung und zuoberst wieder Pflanzerde aufgefüllt..............

.......alles schön glattharken ....
 
.......und dann konnte es ans Bepflanzen gehen. Da die Beete eine Breite von ca. 140 cm haben, hab ich mir zu Bepflanzung der Mitte ein langes Holzbrett im Gemüsegarten deponiert worauf ich dann im wahrsten Sinne herumbalanciere, um die Mitte zu bepflanzen. Aussen wieder eine "Hecke" aus jetzt noch winzigkleinen Lauch-Setzlingen.......
 
.....mittig Rosenkohl und Blumenkohl und einige Samenreihen Möhren für das Schwiegerkind. Ich mag keine Möhren - aber das Schwiegerkind liebt Möhen wie andere Menschen Pralinen......
 
.....Die Wege zwischen den Beeten bekommen jetzt immer erst eine Lage wasserdurchlässige Gartenfolie (gegen von unten aufkeimendes Unkraut) und darüber dann eine Schicht Rindenmulch für die schöne Optik.....
 
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........Überall im Gemüsegarten hab ich alte Kisten verteilt, die ich unter anderem dazu nutze, mal "eben husch" eine Handvoll Unkraut hinein zu werfen. Natürlich fällt dann die Hälfte unten durch die Leisten - mit einem Rest von der Gartenfolie abgedeckt, fällt das Unkraut / Gartenabschnitt nun nicht mehr durch....
.......Auch der Rhabarber vor dem Weinspalier wurde gestern noch "in Reihe" gesetzt............

...........und heute Nachmittag dann wird das letzte Stückchen "Wildnis" dort beseitigt - da kommen vor das Weinspalier noch 2 kleine "Ziegel-Beete" hin...............

....Womit wir nun wieder bei Deko wären: So ganz "nebenbei" hat der Held mir am Wochenende / Samstag noch einen langgehegten Wunsch erfüllt.......
 
.......Der eine Durchgang zur Abseite im Arbeitszimmer (dahinter ist ein schmaler Dachschrägen-Raum) wurde mit einem Paar der französischen Fensterläden verkleidet........
 
.......... Die Fensterläden hängen nun richtig in Scharnieren/Aufhängungen und funktionieren jetzt wie "richtige" Türen......
 
...... Wenn das Zimmer wieder richtig schön aufgeräumt ist, folgen dann weitere Fotos - versprochen. Ganz liebe Grüße an Euch alle - Eure Jacqueline
 

Samstag, 18. Mai 2013

Fliederblüte in der Uckermark..........

Endlich heute haben wir es geschafft, "in den Flieder" zu gehen. Das mache ich traditionell seitdem ich denken kann. Bereits als kleines Mädchen bin ich immer mit meiner Mutter an irgendwelchen Bahngleisabhängen herumgekrackselt und wir haben dort den Flieder geschnitten. Seitdem heisst es bei uns schon: heute gehen wir "in den Flieder". Ich habe diese Tage immer sehr geliebt, wenn wir dann mit soviel Flieder nach Hause gekommen sind, dass wir ihn kaum noch tragen konnten und meine Mutter zum Schluss dann noch den "überschüssigen" Flieder an die Nachbarn verteilen musste, weil ihre Vasen nicht ausgereicht haben .................

............bei uns hier in der Gegend wächst der Flieder in riesigen Büschen an ganz vielen Stellen "wild" im Gelände ............

........und im Moment steht er nun endlich auch bei uns in voller Blüte.....

...........als kleiner Tip: wenn wir heute den Flieder schneiden gehen, haben wir immer einen Eimer mit etwas frischem Wasser dabei. Da kommt der Flieder sofort hinein, damit die Wasserzufuhr nicht unterbrochen wird und bekommen den Flieder so mit nicht hängenden Rispen nach Hause. Leider haben wir nur wenig weissen Flieder gefunden. Der steht nun in einer Wasserkanne auf dem Küchentisch und verströmt dort seinen atemberaubenden Duft. Ich freue mich drüber, dass weder der Held noch ich Probleme mit dem intensiven Duft haben und davon keine Kopfschmerzen bekommen...........

...............Der andere Flieder steht auf dem Apothekerschrank im Flur ............

.....bereits im letzten Sommer hatte ich ein grosses Gemälde mit einem schönen Fliedermotiv auf einem Flohmarkt gefunden - das paßt nun perfekt zum Fliederstraus..............

.............Ein weiterer Tip: ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, an den Fliederzweigen alle Blätter zu entfernen und ihn dann nochmals frisch angeschnitten in sehr warmes Wasser zu stellen - so blieb bei uns bisher der Flieder immer lange schön und frisch...................

..........und auch das erste Wiesenschaumkraut WIESENKERBEL (danke Carola) öffnet jetzt seine grossen Blütendolden und die Wiesen und Wegränder sehen bei uns aus, als wären sie mit Puderzucker überstäubt. Und so hab ich auch gleich davon noch einen grossen Strauss mitgenommen. Das steht nun bei mir oben im Arbeitszimmer........
 
.........und so sind auch gleich von diesem zarten Strauss ein paar Impressionen entstanden......
 
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........ Auf dem Weg nach oben hab ich noch schnell unsere (fast) fertig gestrichene Treppe mit fotografiert. Viele von Euch hatten ja schon danach gefragt. Es fehlen nur noch die Trittflächen - die haben wir noch nicht gestrichen, da sind wir uns noch nicht einig. Aber eigentlich gefällt es mir im Moment noch ganz gut mit den naturbelassenen Trittflächen. Wir hatten die Treppe erst mit Kunstharzvorstreichfarbe vorgestrichen und dann in meheren Schichten mit weissem Bootslack gestrichen. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, auch wenn es eine "Hundsarbeit" war..........

.......Ich wünsche Euch allen wunderschöne und sonnige Pfingsttage - macht es Euch schön und paßt auf Euch auf - Eure Jacqueline